Blutegeltherapie:

 

Seit über 2000 Jahren wird der Blutegel (Hirudo medicinalis) in der medizinischen Praxis eingesetzt. Aufgrund dieses gesammelten Erfahrungsschatzes und Erkenntnissen aus Studien heutiger Zeit können wir diese Therapie für viele Erkrankungen einsetzen, wie z.B. bei:

 

 

  • akuten und chronischen Gelenkschmerzen (Entzündungen, Arthrosen)
  • Sehnenentzündungen(z.B.Tennisellenbogen)
  • rheumatischen Erkrankungen
  • Venenerkrankungen
    (Krampfadern, Entzündungen)
  • Wirbelsäulenerkrankungen

 

 

Der Körper des Blutengels für die medizinische Praxis ist ein ca. 5 - 7 cm langer Muskelschlauch mit einer bräunlich / oliv-grünen Hautzeichnung. An den Körper- enden befindet sich jeweils ein Saugnapf, mit denen sich das Tier an der Haut fest saugen kann. Am “Kopf“ liegen dahinter drei scharfe Kieferleisten, die mit ca. 80 Kalkzähnchen bestückt sind. An geeigneter Haut- stelle “sägt“ sich der Egel vorsichtig in die Haut ein. Dieser Vorgang ist weitgehend schmerzfrei. Um sich mit Blut voll saugen zu können, geben die Tiere ständig ihren Speichel in die Wunde. Die Wirkung der Blutegeltherapie erklärt man sich heute hauptsächlich durch die zahlreichen Inhaltsstoffe des Speichels.

Die bekanntesten Substanzen sind Hirudin und Calin. Sie wirken gerinnungshemmend, entzündungshem- mend, blutreinigend, gefäßkrampflösend, lymph- strombeschleunigend und schmerzlindernd.

 

 

Die Blutegel werden heute speziell für therapeutische Zwecke in Blutegelfarmen gezüchtet. Vor dem Gesetz- geber gehören Blutegel zu den Fertigarzneimitteln. Es werden daher höchste Ansprüche an Sicherheit und Qualität gestellt. In der Praxis werden die Tiere nur einmal am Patienten eingesetzt, um Infektionen sicher zu vermeiden. 

 




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